02.06.2015

Interview: Die! She Said beim Noisefest in Mannheim

Die! She said ist eine deutsche Metalcore-Band, die Ende 2013 in Speyer gegründet wurde. Nach gemeinsamen Songwriting und ersten Gigs u.a. mit Deadlock, Six Reasons To Kill und A Traitor Like Judas, erschien Ende 2014 mit Look At Me das erste offizielle Musikvideo. Wir haben die Jungs mal genauer unter die Lupe genommen und uns in Mannheim auf dem Noisefest Openair mit Steve, dem Sänger der Band, intensiv unterhalten.

Steve, Die! She Said (Photo: T.R. Photography)

Watch My Sound: Danke Steve, dass du dir die Zeit nimmst uns ein paar Fragen rund um deine Band zu beantworten:

Steve: Sehr gerne, ich habe zu danken,

Heute treffen wir euch auf dem Noisefest in Mannheim an. Vorab, seit wann seid ihr als Band Die! She Said am Start?

Steve: Uns gibt es ursprünglich schon seit 2013. Für uns zählt es, ab dem Zeitpunkt, wo wir die EP released hatten. Zwischendurch hatten wir allerdings noch einige Bandmitgliederwechsel gehabt.

Was für Gründe gab es denn für den ständigen Besetzungswechsel?

Man merkt ja nach einer Zeit, ob es miteinander passt, mit wem man Musik macht oder nicht. Wir hatten anfangs unsere Phase, in der wir viel ausprobiert hatten. Als erstes hielten wir uns in dem Bereich Synthcore auf. Nach vielen Versuchen hatten wir uns dann überlegt einen Stilbruch zu machen und in den straighten Metalcore zu gehen.

Die! She Said (Photo: T.R. Photography)

Hat es einen Grund, dass ihr nur einen Song auf Deutsch habt?

Nein, das war die Nummer, die wir schon vor zwei Jahren veröffentlicht hatten. Also so als Demo, damit wir etwas raushauen konnten und die Leute etwas neues auf die Ohren bekommen konnten. Ich als Sänger der Band fand es einfach leichter Songs auf Deutsch zu shouten und zu singen. Deutsch ist eine aggressive Sprache, die einfach aggressiver klingt.
Es war immer ganz witzig auf den ersten Gigs, als die Leute auf einen zukamen und meinten: "Wie cool, dass ihr auf Deutsch singt, ich kann endlich mitsingen und verstehen was ihr sagt." Uns war natürlich bewusst, dass eine größere Gruppe angesprochen wird, wenn man auf Englisch singt. Deshalb versuchen wir größtenteils unsere Songs auf Englisch zu schreiben. Wenn ich mich an meine Jungs wende und sage, dass ich einen deutschen Song schreiben möchte, gibt es da keine Einwände.

Wie sieht es denn mit dem schreiben der Texte aus? Setzt ihr euch alle zusammen?
Verarbeitet ihr in euren Texten bestimmte Ereignisse aus eurem  Leben oder wird da allgemein auf aktuelle politische Themen angesprochen?

Ich bin der Textwriter der Band. Anfangs lasse ich mir erstmal die Musik durch den Kopf gehen und schaue, dass ich dann die perfekte Story herumbastel -  außer, wenn Sven kommt und sagt, er hätte einen Liebesbrief für seine Freundin geschrieben, ob ich nicht etwas schmalziges singen könne. Wo ich mir immer denke: "Super, jetzt haben wir eine brutal harte Nummer und ich muss was schmalziges drüber singen...!"
Die Themenwahl kommt immer ganz rein zufällig, je nachdem, was zur Musik passt, was man gut shouten und singen kann.

Die! She Said (Photo: T.R. Photography)

Ist euer Name eigentlich Programm?

Uns war es wichtig einen Namen zu wählen, der im Ohr bleibt. Wir hatten viel rumprobiert und fanden, dass es schwer war etwas gutes zu finden, was auch gut klang.
Wir hatten dann zuerst: and she said die. Jedoch fanden wir, dass das zu viele Wörter waren. Da sagte jemand von uns, mach doch mal Die! She Said - wie es aussieht und wie es klingt und dachten uns, dass es zumindest im Ohr bleibt. Ist ganz witzig im Kontrast, da wir ja die total harmlosen Jungs sind und keiner von uns ein voll aggressiver Mensch ist. 

Wie stellt ihr euch eure Zukunft als Band vor ? Was erhofft ihr euch als Band?

Also ich denke, jeder Musiker der Musik macht, möchte erreichen, dass Leute zu den Konzerten kommen und man ein bisschen Erfolg haben kann. Ich denke, es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, wir machen das für uns aus Spaß.

Möchtet ihr euch damit auch finanziell absichern können ?

Natürlich möchten wir unseren Unterhalt damit verdienen, jedoch sind wir alle realistisch und wissen ganz genau, dass das nicht der Fall sein wird. Man kann noch so gut sein als Musiker - was man wirklich braucht, ist Glück.

Die! She Said (Photo: T.R. Photography)

Was war das größte Konzert, dass ihr je gespielt habt ?

Das größte, von der Anzahl der Besucher, war "Geschrei im Mai" in Schweinfurt. Mit 250 Leuten am Start. War echt eine geile Show da. Wir hätten auch nicht gedacht, das uns da überhaupt jemand kennen wird. Da waren wir schon sehr überrascht.

Jetzt haben wir schon eine Menge über euch erfahren und wir hoffen natürlich, das wir noch mehr von euch hören werden.  Ich bedanke mich recht herzlich für deine Zeit und Geduld mit mir und wünsche dir und deiner band noch viel Spaß hier auf dem Noisefest Openair in Mannheim und bei euren weiteren Shows. Danke!

Steve: Ich habe zu danken, es hat mir wirklich Freude bereitet mit Watch My Sound dieses Interview zu führen.

(Autor: Tamara R.)